Steffen Bilger

Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Dr. Wolfgang Weiler

Präsident Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), Berlin
 
Die Digitalisierung der Automobilität erfährt eine rasante technische Entwicklung, die durch neue Standards im Mobilfunk, verbesserten Datentransfer und durch immer schnellere Prozessoren angefeuert wird. Die Versicherungswirtschaft ist in mehrfacher Hinsicht Teil dieser Entwicklung: Sie nutzt die entstehenden Möglichkeiten, um ihre Angebote an die steigenden Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Sie antizipiert den veränderten Schadenaufwand. Und sie verfolgt mit ihrer Unfallforschung  das Ziel, auch solche Risiken zu erkennen und möglichst auszuschließen, die mit automatisierten und vernetzten Fahrzeugen erst entstehen.
 

Marko Gustke

Senior Consultant
Koordinierungsstelle Vernetztes und Automatisiertes Fahren Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)
 

Ausgehend von etablierten Fahrerassistenzsystemen werden Funktionalität und Anwendungsmöglichkeiten für automatisierte Systeme schrittweise entwickelt und eingeführt. Erste Anwendungen für den Individualverkehr sind in den nächsten Jahren ebenso zu erwarten wie der Einsatz als Baustein für Mobilitätslösungen. Auch wenn der globale Wettlauf um die Technologieführerschaft zur Eile drängt, hat eine verantwortungsvolle Entwicklung der Systeme Vorrang. Die Technologien und der Rechtsrahmen für die Zulassung und den Betrieb der Systeme sind im Gleichklang zu entwickeln.

Prof. Dr. Mark Vollrath

TU Braunschweig Institut für Psychologie Ingenieur- und Verkehrspsychologie, Braunschweig
 

Von der technischen Seite her werden unterschiedliche Stufen der Automation beim Fahren unterschieden. Was bedeuten diese für den menschlichen (Mit-) Fahrer? Welche Aufgaben bleiben ihm, sind diese verständlich, angenehm und akzeptabel? Der Beitrag versucht, ein realistisches Bild dieser zu erwartenden Veränderungen zu vermitteln.

Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio

Richter des Bundesverfassungsgerichts a. D.
Vorsitzender der Ethikkommission der Bundesregierung, Bonn

Digitaler Wandel und Automatisierung

Rechtliche und ethische Perspektiven 

Der digitale Wandel verändert weltweite Interaktionen und soziale Alltagserfahrungen. Automatisierung und Künstliche Intelligenz halten Einzug in allen Lebensbereichen. Am Beispiel der Automatisierung des Individualverkehrs stellen sich ethische Fragen nach der Zulassung vollautomatisierter Fahrzeuge und selbstlernender Software, ihrer Programmierung, der Haftung, der Produktverantwortung. Müssen wir demnächst neben natürlichen und juristischen Personen auch eine KI-Person im Rechtsverkehr zulassen? Verändert sich ein weiteres Mal durch unsere technischen Artefakte die menschliche Lebenswelt in einer dramatischen Weise, auf die wir mit unseren Grundwerten nicht vorbereitet sind?

Ulrich Klaus Becker

Vizepräsident für Verkehr ADAC e.V., München
 

Automatisiertes und vernetztes Fahren wird Bestandteil der Auto-Mobilität. Die neue Technik muss verständlich und intuitiv beherrschbar sein. Auch sollten die Erwartungen nicht in unrealistische Höhen geschraubt werden – wir werden noch auf sehr lange Mischverkehr auf unseren Straßen haben.  Vielmehr muss Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung sichergestellt werden. ADAC Vizepräsident Ulrich Klaus Becker spricht über die Chancen und Risiken aus Nutzersicht.

Dr. Jörg Rheinländer

Vorstandsmitglied der HUK-COBURG Versicherungsgruppe (stv.)
 

Frank Sommerfeld

Mitglied des Vorstandes Allianz Versicherungs-AG, München
 

Wir haben jetzt verschiedenste Sichtweisen auf das Thema [automatisiertes und vernetztes Fahren] kennengelernt. Gerade eben hat Hr. Becker die Chancen und Risiken aus Nutzersicht in den Fokus gerückt. Auch die Versicherer sehen  Chancen und Risiken für den Kunden und sich selbst als  „Dienstleister des Kunden rund um die Mobilität“. Was das genau bedeutet, wie sich die Schäden bis 2035 entwickeln und wie die Versicherer in der vernetzten Mobilität die Schnittstelle zum Kunden besetzen wollen, werden uns  Herr Dr. Rheinländer, Vorstandsmitglied der HUK-Coburg, und Herr Sommerfeld, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherungs-AG, im nächsten Vortrag erläutern.

Dr. Kurt-Christian Scheel

Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie e.V.
 
Ausgehend von etablierten Fahrerassistenzsystemen werden Funktionalität und Anwendungsmöglichkeiten für automatisierte Systeme schrittweise entwickelt und eingeführt. Erste Anwendungen für den Individualverkehr sind in den nächsten Jahren ebenso zu erwarten wie der Einsatz als Baustein für Mobilitätslösungen. Auch wenn der globale Wettlauf um die Technologieführerschaft zur Eile drängt, hat eine verantwortungsvolle Entwicklung der Systeme Vorrang. Die Technologien und der Rechtsrahmen für die Zulassung und den Betrieb der Systeme sind im Gleichklang zu entwickeln.